Jedes Mal, wenn sie die Bühne betritt, geht im Saal sprichwörtlich die Sonne auf. Ihr ansteckendes Lachen, die unbändige Bühnen-Energie und pure Lebensfreude reißen Hunderttausende Schlagerfans seit vielen Jahren von den Sitzen. Beatrice Egli gilt als der strahlende Sonnenschein des modernen Pop-Schlagers, dem scheinbar mühelos jedes Publikum zu Füßen liegt.
Aber was passiert eigentlich in jenen stillen Momenten, in denen die bunten Scheinwerfer erlöschen und die schweren Hallentüren ins Schloss fallen? Genau da wird es bei der beliebten Schweizerin plötzlich überraschend nachdenklich und berührend ehrlich. Hinter den Kulissen des schillernden Showgeschäfts kämpft auch eine Powerfrau wie sie mit ganz menschlichen Gefühlen.
Tränen im Hotelzimmer und die Sehnsucht nach den Schweizer Bergen
Auf den großen Konzertbühnen feiert der Schlager-Liebling regelmäßig gigantische Triumphe und schreibt als erste Schweizer Solokünstlerin in Mega-Arenen wie dem Zürcher Hallenstadion echte Musikgeschichte. Doch dieser gewaltige Erfolgsweg fordert seinen ganz persönlichen Tribut, den man von außen zwischen funkelnder Glitzerrobe und tosendem Beifall kaum vermuten würde.
Wie jetzt in einem emotionalen Bericht von MDR-Schlagerwelt zur Sprache kam, hat die Sängerin eine ganz bestimmte Kehrseite ihres Traumjobs jahrelang völlig unterschätzt: das quälende Heimweh. Fernab der heimischen Schweizer Berge und ihrer vertrauten Familie schlägt die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden auf Reisen immer wieder gnadenlos zu.
Wochenlang aus dem Reisekoffer zu leben und rastlos zwischen Hotelzimmern, TV-Studios und Tournee-Bussen hin und her zu pendeln, geht eben nicht spurlos an der Seele vorbei. Die geliebten Stimmen ihrer Eltern und Brüder hört sie während vollgepackter Konzertphasen oft nur noch durch den Telefon-Lautsprecher.
Zwischen Mega-Jubel und tiefer Einsamkeit
Genau dieser krasse Kontrast macht vielen Künstlern im temporeichen Show-Alltag zu schaffen. Eben noch wirst du von einer tosenden Menschenmenge im bunten Konfettiregen gefeiert, und kaum sechzig Minuten später herrscht wieder gespenstische Stille in einem kühlen, fremden Hotelzimmer.
Beatrice Egli macht überhaupt kein Geheimnis daraus, dass dieser abrupte Gefühlswechsel manchmal verdammt wehtun kann. An solchen nachdenklichen Abenden hilft dann oft nur noch ein langer Anruf in die Schweizer Heimat oder eine Portion Schokolade, um das aufgewühlte Herz wieder zur Ruhe zu bringen.
Die Heimat als unerschütterlicher Kraftquell
Umso kostbarer sind für die sympathische Chart-Stürmerin jene seltenen Tage, an denen der prall gefüllte Terminkalender endlich einmal Pause hat. Sobald sie wieder heimatlichen Boden in Pfäffikon betritt, fällt der gewaltige Trubel des Star-Daseins wie eine zentnerschwere Last von ihren Schultern ab.
Dort in der vertrauten Natur, umgeben von den Menschen, die sie schon lange vor ihrem großen Durchbruch liebten, lädt Beatrice ihre Batterien wieder auf. Diese unerschütterliche Bodenständigkeit ist wohl auch das schönste Geheimnis, warum Millionen Schlagerbegeisterte sie nicht nur als grandiose Sängerin verehren, sondern längst fest in ihr Herz geschlossen haben.

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