Matthias Reim - Foto (c) Marcel Brell
Es gibt Menschen, bei denen jede logische Gleichung versagt, und genau diese unbändige Anziehungskraft setzt Matthias Reim nun musikalisch in Flammen. Wenn zwei Welten kollidieren und sich trotz aller Reibung perfekt ergänzen, dann entsteht eine Energie, die man nicht erklären, sondern nur spüren kann.
Matthias Reim hat es wieder getan: Er hat sich die Welt der Paradoxa geschnappt und in einen Song gepresst, der so „Reim“ ist, wie man es sich nur wünschen kann. Wie Blitz und Donner oder Hund und Katze – solche Gegensätze ziehen sich bekanntlich an, und genau dieses Knistern, das entsteht, wenn Logik auf Wahnsinn trifft, ist der Motor dieses Titels. Wer kennt sie nicht, diese eine Verbindung, bei der von außen jeder den Kopf schüttelt, während man selbst in der Mitte des Sturms genau zu Hause ist?
Das lyrische Ich im Song kennt diese Zweifel nur zu gut. Wenn das Universum einem ein Zeichen geben will, dass es nicht passt, und die Sterne scheinbar in die entgegengesetzte Richtung zeigen, gibt es nur eine Antwort: Es ist egal. Matthias Reim besingt hier eine Liebe, die kein Rechenmodell braucht, um zu existieren. Es ist eine tiefe Gewissheit, die über jedes „Was wäre wenn“ hinausgeht, weil man sich erst an der Seite des anderen – trotz aller Dissonanzen – wieder vollständig fühlt.
Musikalisch erwartet uns genau das, was wir an ihm schätzen. Der Reim-Kosmos ist hier perfekt geerdet: Ein treibender, direkter Vorwärtsdrang, der nie künstlich aufgeblasen wirkt. Die Gitarren sind markant und unterstützen den Storytelling-Charakter des Songs, der sich langsam steigert. Die Instrumentierung bleibt songdienlich und atmet, was dem Titel eine angenehme Ehrlichkeit verleiht, die gerade in der heutigen Zeit, wo oft alles poliert klingt, eine echte Wohltat ist.
Besonders faszinierend ist die stimmliche Dynamik. Matthias beginnt fast erzählerisch, nah am Hörer, fast so, als würde er einem ein Geheimnis anvertrauen. Doch dann öffnet sich seine rauchige Stimme im Refrain, gewinnt an Raum und Energie, ohne jedoch die intime Nähe zu verlieren. Das ist Handwerk gepaart mit einer Erfahrung, die man nach über 35 Jahren im Geschäft einfach mitbringt – er liefert Emotionen auf Abruf, aber immer mit Biss.
Auch optisch wird die Geschichte spannend verpackt. Das Musikvideo entführt uns in eine lila getönte Galaxy-Welt. Hier sind es nicht einfach nur digitale Effekte im Hintergrund, sondern der Sternenhimmel selbst wird zum Protagonisten. Die Figuren scheinen aus Sternenlicht geformt – eine fast träumerische Atmosphäre, die die Ambivalenz zwischen dem Chaos der Gefühle und der Klarheit der Liebe visualisiert.
Der Titel ist gleichzeitig der dritte Vorbote auf das kommende Album „Flashback“, das im September erscheint. Mit 15 brandneuen Studioaufnahmen schlägt Reim die Brücke zwischen seiner Vergangenheit und seiner Gegenwart und zeigt, warum er bis heute die deutsche Musiklandschaft nicht nur begleiten, sondern anführen darf. Er bleibt sich treu, ohne auf der Stelle zu treten.
Die Single erschien am 12.06.2026 über Sony Music auf allen gängigen Streaming- und Downloadplattformen.
Schlagerrausch Fazit: Matthias Reim beweist mit diesem Song, dass er der Meister der gegensätzlichen Emotionen bleibt. „Die Sterne lügen“ ist ein wunderbar ehrlicher, rockiger Schlager, der genau das Gefühl einfängt, das jeder kennt: Dass der Kopf zwar „Stopp“ schreit, das Herz aber längst die Kontrolle übernommen hat.
Liebe Grüße, wenn das Herz spricht, haben die Sterne Pause, bleibt schlagerrauschig Euer Andi / Schlagerrausch Magazin

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