Menowin und Jiepen Fröhlich bei DSDS 2026 Bild: Screenhot Youtube / Schlagerrausch Magazin / KI
Jiepen Joelina Fröhlich wollte bei DSDS 2026 ihren eigenen Weg gehen, doch am Ende blieb sie nur der Steigbügelhalter für das nächste Comeback ihres Vaters. Während die 17-Jährige von der Jury eiskalt abserviert wurde, krallte sich Menowin Fröhlich das Rampenlicht und das Recall-Ticket. Ein familiärer Offenbarungseid vor laufenden Kameras.
Man kennt die Geschichte: Menowin Fröhlich, der ewige Zweite von 2010, schaffte es seither eher wegen juristischer Fehltritte statt musikalischer Glanzleistungen in die Schlagzeilen. Doch das Verlangen nach Applaus brennt in ihm offenbar immer noch heller als jede väterliche Fürsorge.
Die 17-jährige Jiepen Joelina trat mit dem Cover von "Er gehört zu mir" an, um dem Schatten des Vaters zu entkommen. Doch Poptitan Dieter Bohlen machte schnell klar, dass Erfolg bei DSDS offenbar vererbbar sein muss: Er vermisste das „gewisse Etwas“, das er damals bei Menowin sah. Drei „Neins“ später war der Traum der Tochter beendet. Jiepen blickte alles andere als „fröhlich“ drein, während ihr Vater bereits zum Mikrofon hechtete.
Doch die Demütigung ging noch weiter. Kaum war die Tränen der Tochter getrocknet, bat Bohlen den Papa zur „spontanen“ Gesangseinlage. Menowin schmetterte Stevie Wonder und wurde mit einem Recall-Ticket belohnt. Dass dieser ganze Ablauf nach billigem Drehbuch stinkt, entgeht auch den Zuschauern nicht. Unter Fans hagelt es Kritik: „Das war zu 100 Prozent geplant!“ heißt es dort – eine Inszenierung auf dem Rücken einer Minderjährigen.
Es ist eine neue Stufe der Skrupellosigkeit in der deutschen TV-Landschaft. Menowin lässt sich im „Golden Room“ feiern, genießt das Bad in der Menge und das Schulterklopfen der Jury, während seine Tochter im Hintergrund verschwindet. Selbst Jurorin Isi Glück musste zugeben, dass ihr die „Kleine richtig leid tue“. Doch Mitleid bringt keine Quote, und so wird das nächste „Comeback des Jahres“ auf einem Scherbenhaufen aus Familienglück aufgebaut.
Die Branche fragt sich zurecht: Wie tief kann man sinken? Ein Vater, der miterlebt, wie sein Kind scheitert, sollte trösten und nicht die Bühne stürmen, um den Schmerz für die eigene Promo zu nutzen. Dass Bohlen Menowin als „Vollchaoten“ bezeichnet und an dessen Zuverlässigkeit zweifelt, ist angesichts der langen Liste an Skandalen und Knast-Aufenthalten nur konsequent – und trotzdem reicht es bei RTL für den Recall.
Am Ende bleibt ein fader Beigeschmack, der weit über die Casting-Bühne hinausreicht. DSDS 2026 präsentiert uns hier kein neues Talent, sondern die fragwürdige Logik eines Formats, das lieber auf bewährte Reizfiguren und alte Skandale setzt, als echtem Nachwuchs eine unvoreingenommene Bühne zu bieten.
Versteht mich nicht falsch: Gesangstechnisch gibt es an Menowin Fröhlich absolut nichts auszusetzen – die Stimme ist und bleibt ein Ausnahmephänomen. Doch Jiepen wird diesen Abend sicher nicht so schnell vergessen: Es war der Tag, an dem ihr eigener Vater den Fokus der Kameras so vehement auf sich zog, dass für den Traum seiner Tochter schlicht kein Platz mehr blieb.
In diesem Sinne: Bleibt kritisch gegenüber dem RTL-Zirkus – und bleibt schlagerrauschig!
Euer Andi / Schlagerrausch Magazin

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